Tagebuch eines Winzlings -

ich bin Mickey und werde liebevoll Zwergli genannt

Als ich am 01.10.2018 das Licht der Welt erblickte, wusste meine Zweibeinermama sofort, dass es um mich schlecht stand. Ich hatte ein Geburtsgewicht von 49 g und lag als kleines rosa Etwas zwischen meinen drei doppelt so großen Schwestern. Trotz dass Zweibeinermama sich Mühe gab und mich immer wieder an die Milchbar meiner Mama legte, so war ich doch viel zu schwach. Nach 24 h wog ich nur noch 42 g und meine Zweibeinermama packte die Angst. Sie kannte auch niemanden, der je ein Katzenbaby mit so einem geringen Gewicht am Leben halten konnte. Aber zusehen, wie die Natur erbarmungslos zuschlägt, wollte sie auf keinem Fall.

Sie telefonierte mit Züchterfreunden, holte sich im Internet Ratschläge und wir beide begannen den Kampf ums Überleben. Mein Geburtszimmer wurde dank Ölradiador auf eine Temperatur von rund 30°C gebracht und ich bekam aller 2 h mit der Einwegspritze etwas an Aufzuchtmilch eingeflößt. Das fand ich gar nicht gut. Ganz oft habe ich versucht, mein Mäulchen gar nicht aufzumachen, aber Zweibeinermama hatte kein Erbarmen. Meine Mami hat mich nie aufgegeben oder wie andere Mütter aus natürlichem Instinkt "aussortiert". Entweder war es ihre Unerfahrenheit oder sie hat gespürt, dass in mir ein ganz großer Kämpfer steckt. Sie konnte Zweibeinermama damit ganz viel Arbeit abnehmen, weil sie mich nach dem Füttern immer fein geputzt und damit für meine Verdauung gesorgt hat.

Die ersten 14 Tage war eine harte Zeit, Zweibeinermama entwickelte Bärenkräfte und achtete akribisch darauf, dass ich täglich zunahm. Die Milch wurde mir dank Fleischthermometer genau bei 39,5°C gegeben und oftmals war ich verstopft und sie musste mir helfen. Während ich immer Tage hatte, wo ich die Aufzuchtmilch gar nicht wollte und Zweibeinermama mit viel Geduld trotzdem etwas in mich hinein bekam, habe ich es immer genossen, wenn sie mich nach dem Füttern in ihrer Handfläche auf den Rücken legte und mir das Bäuchlein streichelte. Da habe ich meine dünnen Beinchen immer gestreckt und es laut schnurrend genossen. Ich schaute ihr dann ganz tief und verliebt in die Augen und Zweibeinermama schmolz dahin. Überhaupt war da ganz viel Liebe zwischen uns. Für mich ist sie zu meiner Mama geworden. Wenn ich ihre Stimme hörte, wurde ich sofort unruhig und rief und suchte sie. Umso mehr habe ich dann die Momente genossen, wenn ich satt und zufrieden auf ihr liegen konnte und sie mich in den Schlaf streichelte.

Nach 4 Wochen war Zweibeinermama gefühlt um 10 Jahre gealtert, sie ist ja auch nicht mehr die Jüngste und Nachts dank Wecker aller 2 bis 3 h aufzustehen, meine Milch zu machen und alles wieder steril für die nächste Mahlzeit vorzubereiten, zehrte schon ganz schön an ihren Kräften. Da Zweibeinermama ja einen Vollzeitjob hat und der Urlaub eine Woche nach der Geburt endete, musste sie auch in der Arbeitszeit aller Stunden zu mir nach Hause kommen, um mich zu versorgen, da sie mich ja nicht aus meinem warmen Nest bei Mama und den Schwestern nehmen wollte. Das war eine harte Zeit und immer hoffte sie, dass meine Geschwister und ich sehr zeitig auf den Geschmack von fester Nahrung kommen. Aber weder meine viel größeren Geschwisterchen noch ich hatten Appetit auf etwas anderes wie Milch. Wir wollten und wollten einfach nicht an Babybrei, Katzenfutter oder Rinderhack und ließen sie 7 Wochen lang zappeln. Zweibeinermama war trotzdem glücklich, dass ich jeden Tag etwas zunahm, auch wenn meine Schwesterchen schon doppelt so groß waren.

Die Wochen vergingen, ich wuchs und entwickelte mich, Katzenfutter schmeckte inzwischen und auch wenn meine Schwestern viel wilder spielten und ich den Größen- und Gewichtsunterschied nie aufholen konnte, so sind bei Zweibeinermama doch endlich die Anspannung und die vielen Ängste und Sorgen der ersten Wochen abgefallen. Meine Schwestern Minnie, Mon Cherie und Merci habe ich zu gern den ganzen Tag beobachtet - sie sind durchs Zimmer gerannt, haben miteinander gekämpft und das Spielzeug flog nur so durch die Gegend. Ich war ja viel kleiner und meine Geschwisterchen haben immer Rücksicht genommen und mich weder umgerannt noch böse im Spiel angegriffen. Ich mochte es lieber, sie zu beobachten oder wenn alle müde waren, bin ich auch mal an das Spielzeug gegangen und habe einen Ball gerollt oder mit diesem tollen drehenden Schmetterlingsteil gespielt. Ansonsten habe ich viel geschlafen und mich auf lecker Fressen gefreut.

Da ich ja so ein kleines Zwergli bin, hat Zweibeinermama das Impfen von mir und meinen Schwestern wochenlang vor sich hergeschoben. Mit reichlich 12 Wochen bekamen wir alle dann doch unsere Piekse beim Tierarzt. Das fanden wir natürlich gar nicht toll. Während meine drei Schwestern nach einem Tag wieder fit waren, war Zweibeinermama mit meinem Zustand gar nicht zufrieden. Ich frass schlecht und nahm die nächsten 14 Tage gar nicht mehr zu. Sie war sehr in Sorge und bereute extrem, mich überhaupt geimpft zu haben. Mit homöopathischer Impfausleitung hoffte sie, dass ich bald wieder fit bin und mir ging es dann auch wieder viel besser. Ich genoss diese Zeit mit meinen Schwesterchen und liebte meine Zweibeinermama noch genauso sehr. Ich hatte daher auch immer das Vorrecht auf den Kopfkissenplatz direkt am Hals oder Gesicht vom Frauchen über Nacht, wo sie in wachen Momenten auch immer mal über meinen Rücken streichelt. Das ist bis heute so geblieben.

Meine Schwesterchen und ich waren ja schon wochenlang den künftigen lieben neuen Zweibeinern versprochen, die uns auch immer mal wieder schon besucht hatten. Ich hätte zu ganz lieben neuen Zweibeinern ziehen dürfen, wo schon der fast 18 jähriger Birmakater Balou und mein Onkel, der Birmakater Gigolo, (beide auch bei meiner Zweibeinermama geboren) auf mich warteten. Alles war schon ganz liebevoll für mich vorbereitet.

Aber leider kam es anders als erwartet. Während meine Schwesterchen noch die Nachimpfung abwarten mussten, ehe sie zu ihren lieben Zweibeinern ziehen durften, beobachtete meine Zweibeinermama mich besorgt seit Tagen. Irgendwie war ihr aufgefallen, dass ich sehr sehr viel trank. Sie bekam Angst und wir fuhren zum Tierarzt. So wie sie es früher mit mir gemacht hatte, als ich noch wenige Gramm wog, steckte sie mich in ihren Pullover an der Brust, wo ich ruhig und warm schön nah an ihr die Fahrt zum Tierarzt meisterte. Dort wurde mir Blut gezogen und wir mussten auf das Ergebnis warten.

Als Zweibeinermama dann wegen dem Befund beim Tierarzt anrief, brach bei ihr eine Welt zusammen. Meine Nierenwerte waren mit 16 Wochen eine Katastrophe und der Ureawert gar nicht mehr messbar. Ich weiß ja mit der Diagnose CNI (Chronische Niereninsuffizienz) im Endstadium nichts anzufangen und auch nicht, warum Zweibeinermama bei dem Ansprechen von "Erlösen" in Tränen ausbrach. Sicher ist es besser so, dass ich als Katze das alles nicht verstehe. Aber es machte mich mit traurig, wie Zweibeinermama fast 14 Tage lang ständig weinte, auch wenn sie sich Mühe gab, dass ich es nicht merke. Zweibeinermama verfiel in eine Depression und brauchte einige Wochen, bis sie meine Diagnose annahm. Sie ließ sich anhand der Laborwerte noch von zwei weiteren Ärzten die Aussichtslosigkeit bestätigen. Ein Arzt hat gesagt, ihm ist es ein Rätsel, wie ein Katzenbaby mit diesen Werten überhaupt 16 Wochen werden konnte. Aber ich bin eben ein ganz großer Kämpfer!

Zweibeinermama hat mir versprochen, dass sie mich nicht in ein Krankenhaus gibt, um mir vielleicht ein paar Wochen oder Monate mehr Leben zu schenken. Ich bin noch so klein, ein paar Monate retten meine Welt nicht, ich möchte nicht in ein steriles Krankenhaus oder an einem Tropf beim Tierarzt liegen. Da habe ich Angst. Ich möchte bis zuletzt mein geliebtes Zuhause um mich haben und natürlich meine Zweibeiner. Und das hat sie mir versprochen. Damit sie nicht tatenlos zusieht, wie ich vielleicht jeden Tag abbaue, hat sich Zweibeinermama tagelang im Internet informiert, was man alternativ noch alles tun kann, damit ich mit der bösen Krankheit leben kann. So bekomme ich jeden Tag zweimal Reconvales Antiphos, da mag ich total, da würde ich noch viel mehr davon trinken. Und Zweibeinermami behandelt mich mit einer sog. SUC Therapie. Ich trinke immer alles total gern, vielleicht weil ich als schlauer kleiner Kater weiß, dass es mir noch etwas Lebenszeit schenkt.

Meine Schwesterchen sind inzwischen alle in ihre neuen lieben Zuhause gezogen, das war etwas traurig für mich. Dafür habe ich eine neue Ersatzmama bekommen. Meine Oma Divine ist vor einigen Tagen kastriert worden und hat mich, nachdem es ihr wieder besser ging, "adoptiert". Sie putzt mich und ich darf sogar an ihren Zitzen nuckeln. Und mit dem Hund unserer Zweibeiner, der Englisch Setter Dame Blanche, verstehe ich mich auch prima. Ich habe vor nichts und niemanden Angst. Sie hat nur verdattert geschaut, als ich einfach zu ihr ins Hundebettchen gekuschelt kam.

Ich werde ständig von Zweibeinermama beobachtet. Ihre Welt scheint sich seit der Diagnose CNI nur noch um mich zu drehen. Sie weint nachwievor immer mal heimlich, aber ich merke es trotzdem. Ganz oft liegt sie in der Nacht wach, dann kuschle ich mich noch enger an sie. Wenn ich jeden Tag etwas zunehme, geht es ihr auf jeden Fall besser. Ich muss mir Mühe geben mit dem Fressen, auch wenn ich kaum Appetit habe und das meiste Fressen mir nicht mehr schmeckt. Zweibeinermama kommt immer wieder mit neuen Sorten und hofft, dass ich mich überreden lasse. Während ich vor Wochen noch das frisch gekochte und pürierte Huhn in Brühe mochte, lasse ich aktuell außer Babybrei reines Fleisch alles stehen. Aber den Babybrei vom kleinen Löffelchen fresse ich gern.

Update vom 24.02.2019:

Jetzt bin ich schon fast 21 Wochen alt, also reichlich 5 Monate und lebe nun schon über einen Monat mit der schrecklichen Diagnose. Ich wiege gerade einmal 1.400 g und Zweibeinermama war am Wochenende gar nicht mit meiner Gewichtszunahme zufrieden. Ich war wieder einmal verstopft und das Fressen schmeckte gar nicht mehr und schon ging es mit dem Gewicht nach unten. Heute ist es aber zum Glück wieder besser. Und da habe ich gleich mal Model gespielt und fein in die Kamera geschaut. Zweibeinermama schaut mich schon wieder ganz verliebt an.

Update vom 03.03.2019:

Ich mache meiner Zweibeinermama viel Kummer, weil ich jeden Tag schlechter fresse und manche Tage auch gar nicht. Deshalb bekomme ich jetzt täglich Flüssignahrung als Ersatz. Und Zweibeinermama hat noch eine Menge mehr als homöopathischen Mitteln geholt, immer in der Hoffnung, dass wir beide noch Zeit zusammen verbringen können. Ich gebe mir auch ganz viel Mühe, obwohl ich manchmal keine Lust habe, mein Mäulchen für all die Mittel aufzumachen. Aber vielleicht geht es mir durch sie doch etwas besser. Gestern war gar nicht mein Tag, ich habe zu überhaupt nichts Lust gehabt und um das Fressen habe ich einen großen Bogen gemacht. Aber heute ist eindeutig ein besserer Tag. Heute habe ich schon fein mit der Federangel gespielt und bin neugierig durch das Haus und das Wohnzimmer gelaufen. Meine Ersatzmama, Oma Divine, ist immer an meiner Seite, sie läßt mich nicht aus den Augen. Sie ruft mich ständig und läuft mir hinterher. Sobald ich mich niederlasse, werde ich ausgiebig geputzt. Sie ist wie mein Schatten und Zweibeinermama ist sehr glücklich darüber, dass sie so sehr auf mich aufpasst.

Update vom 08.03.2019:

Zweinbeinermama brauchte jetzt erst einmal einen Tag, ehe sie unseren gestrigen Tag aufschreiben konnte. Früh hatte sie noch ein großes Lächeln im Gesicht als ich am frühen Morgen im Bett hin und hertobte, so aktiv hatte sie mich nämlich ewig nicht gesehen. Ich habe in die Bettdecke gebissen und versucht, Oma Schwanz zu fangen. Als ich einige Stunden später in einen Transportkennel gesetzt wurde und wir 80 km mit dem Auto zu einer auf Ultraschall der Nieren spezialisierten Ärztin fuhren, hatte ich aber dann Angst, habe aber ganz artig und ohne zu jammern abgewartet. Bei der Ärztin wurde mir mein Bäuchlein rasiert, mit etwas Nassen eingerieben und dann fuhr man mit einem Gerät leicht über meinen Bauch und alle Zweibeiner schauten auf einen Monitor. In den Augen der Zweibeiner war deutlich Betroffenheit zu erkennen und Zweibeinermama tropften auch wieder Tränen aus dem Gesicht. Die Ärztin erklärte, dass mein Magenausgang nicht richtig arbeitet und meine Nieren nicht ansatzweise normal aussehen, sie haben keinen Nierenkörper und das Nierenmark hat auch die falsche Farbe, selbst die Form ist rund und nicht nierenförmig. Vermutlich hatten meine Zweibeiner in den letzten Wochen Hoffnungsschimmer für meine Zukunft und nun war all die Hoffnung wieder dahin. Ich bekam noch Blut abgenommen für ein großes Blutbild und die Ärztin erklärte meinen Zweibeinern, wie sie mir Infusionen geben können für die nächsten Tage und rieten ihnen, mich nicht mehr lange leiden zu lassen. Was auch immer sie damit meinte .... Nun schauen die Zweibeiner mich immer an und dann sich und sind sich einig, dass sie es noch nicht können, nicht wenn ich keine deutlichen Zeichen sende. Die Transfusionen tun mir gut (auch wenn ich vor der Nadel und dem Festgehalte Angst habe und immer zittere), heute früh habe ich wieder ausgiebig im Zimmer und Bett getobt und brav meinen Brei vom Löffel gefressen.

Update vom 16.03.2019:

Hallo, ich bin es der Mickey. Wenn ich sagen würde, mir geht es bestens, würde mir das vermutlich kaum jemand glauben. Aber Zweibeinermama war diese Woche endlich wieder etwas entspannt. Vor einer Woche dachte sie nämlich, dass ich die Nacht nicht überstehe, weil ich plötzlich die vom Arzt vorgeschlagene Menge an Infusionslösung nicht vertragen habe und neben ihr im Bett lag und ganz schwer atmete und zitterte. Glücklicherweise ging es mir am Morgen besser und die Zweibeiner geben mir nun jeden Abend eine kleinere Menge an Infusion. Dadurch muss ich tagsüber nicht mehr ganz so viel trinken und mein Appetit ist auch besser geworden. Dennoch habe ich immer mal einen Tag, wo ich nur schlage und mir nichts schmeckt. Meist ist aber der nächste Tag dann eindeutig besser. Meinen Cocktail an Reconvales Antiphos und Royal Canin Renal Liquid zweimal täglich mag ich sehr. Diese Woche habe ich zwar nicht getobt, aber ab und zu spiele ich mal mit der Kugelbahn. Und ganz viel Zeit verbringe ich kuschelnd mit meiner Oma Divine, das ist immer wie Wellness.

Sonnenbad auf Zweibeinermamas Schoß

Kuscheln mit Oma

Update vom 24.03.2019:

Ich bin aktuell sehr gut drauf und meine Zweibeinermama ist darüber sehr glücklich. Ich hatte eine richtig gute Woche. Jeden Früh ab 5.00 Uhr beobachte ich mit Spannung die hin- und herflatternden Vögel vom Fenster aus. Dazwischen wird manchmal noch im Bettchen gekuschelt mit den Zweibeinern oder ich nuckel an den Zitzen meiner Oma. Und dann freue ich mich, wenn Zweibeinermama aufsteht, da ich weiß, dass es was Leckeres für mich zu futtern gibt. Ich mag am liebsten, wenn sie mir Babybrei auf dem Löffel serviert oder vom Katzenfutter etwas auf den Boden oder ihre Handfläche legt. Aus den Näpfen fresse ich nicht so gern. Dann renne ich in Vorfreunde immer an die Tür des Schlafzimmers, damit ich nicht vergessen werde und im Haus meine Runde drehen kann. Die anderen Katzenmädchen wollen leider nichts von mir wissen, oft werde ich auch angefaucht, aber das macht mir überhaupt nichts aus, da reagiere ich gar nicht drauf. Im Hausflur gibt es über 3 Etagen immer viel zu entdecken und Hund Blanche muss natürlich auch begrüßt werden. Wenn die Zweibeiner dann fertig mit der Kaffeezeit sind, gibt es auch für mich noch mal etwas anderes zum fressen und die üblichen täglichen Sachen wie Reconvales und RC Renal. Danach werde ich meist müde und schlafe mit Oma wieder eine Runde. Die letzten Tage war ein Traumwetter und die Sonne scheint auch durch die Fenster ins Zimmer. Da das Fenster jetzt oft über Stunden geöffnet war, da es ja katzensicher ist, habe ich mit Oma stundenlang in der Sonne auf dem Fensterbrett verbracht und die frische Luft genossen. Zweibeinermama hat diese Woche ganz oft gesagt, dass sie noch ganz viele solcher guter Wochen mit mir haben möchte und ich hoffe das natürlich auch.

Update vom 01.04.2019:

Meine Zweibeiner haben über das vergangene Wochenende drei Tage Wellnesskurzurlaub genossen und ich wurde von ganz lieben Zweibeinern, wo auch ehemalige Babys meiner Oma und Tante Rahni zu Hause sind, versorgt und bekam die notwendigen Infusionen. Ich habe ganz fein gefressen und auch gar keine Angst gehabt. Damit meine Zweibeiner sich keine Sorgen machen, wurden ihnen ganz viele Fotos und Videos geschickt und ich habe immer ganz laut geschnurrt, sozusagen als kleinen Gruß. Heute sind meine Zweibeiner wieder nach Hause gekommen und wir haben alles Kuscheln nachgeholt. Sie haben gesagt, dass heute ein ganz besonderer Tag ist - ich habe so was wie einen Geburtstag - ich bin heute 1/2 Jahr alt geworden und bin schon ein richtig kleiner Birmajunge. Frauchen hat mich fest an sich gedrückt und mir zugeflüstert, dass ich mir ganz viel Mühe geben soll, damit wir vielleicht bald einen richtigen Geburtstag feiern können. Und wie ich mir Mühe geben werden, bin ja schon ein großer Junge und nicht umsonst ein großer Kämpfer!

Update vom 08.04.2019:
Zweibeinermama meint, unsere Woche war eine gute Woche. Nur dass ich so wenig fresse, gefällt ihr überhaupt nicht. Sie muss sich jeden Tag mehr einfallen lassen, damit ich mit Freude ans Fressen gehe. Durch meine Nierenkrankheit habe ich nicht wirklich viel Appetit. Ich koste meist nur ein wenig und gehe dann einfach weg, auch wenn sie mich lockt und ruft. Dafür tappele ich lieber durch das Haus, bekämpfe mit Vorliebe die Palmen im Wohnzimmer. Da hüpfe und springe ich hin und her, bis ich die Blätter mit der Pfote erreiche.

Update vom 22.04.2019:

Da mein Frauchen jetzt nur noch alle 14 Tage ein neues Update geben möchte, weil sie hofft, von mir noch ein paar Wochen oder noch besser Monate berichten zu können, will ich gleich einmal ganz liebe Ostergrüße an alle schicken, die immer einmal an mich denken und meine Geschichte hier verfolgen. Auch wenn ich nachwievor sehr sehr schlechte fresse, bin ich doch ein munterer kleiner Knopf und mache keinen kranken Eindruck. Ich genieße am Fenster bei dem Traumwetter ganz viel frische Luft und tappele mit ganz viel Neugier durch das Haus. Kuscheln und viel Schlafen sind nachwievor aber meine Hauptbeschäftigung. Nachdem meine Mama nun auch kastriert ist, hat sie plötzlich wieder ganz viel Muttergefühle für mich und so werde ich jetzt von Mami und Omi den ganzen Tag geputzt und bekuschelt. Sie reißen sich geradezu um mich und manchmal finde ich sie fast aufdringlich. Oma ist ein wenig traurig, weil sich Mama jetzt immer vordrängelt, aber ich gehe ganz viel zu ihr und schmuse auch mit ihr. Wenn ich durch das Haus erkunden müde werde, liebe ich es, bei meinen Zweibeinern auf dem Schoß zu liegen und lasse mich ausgiebig kraulen oder bürsten. In der letzten Woche standen ganz viele Sachen auf den Tischen, die ich noch nicht kannte - Sträuße mit kleinen bunten Eiern dran und ganz viele Porzellanhäschen, die leider nicht mit mir spielen, sondern nur ganz still dasitzen.

winke winke bis zum nächsten Mal

Update vom 06.05.2019:

Wie versprochen schreibt Zweibeinermama wieder über unsere gemeinsamen letzten 14 Tage. Sie hat mich mit ganz viel Hoffnung vor 1 1/2 Wochen erneut zum Tierarzt gebracht und ich bekam u.a. auch wieder Blut abgenommen. Mein SDMH-Wert beträgt 28 (normal wäre 0-14), der Harnstoffwert war etwas verbessert und lag bei 87 (im Rahmen wäre 16-38), vermutlich durch die täglichen Infusionen, aber mein Kreatininwert war noch mehr gestiegen auf 5,2 (im Rahmen wäre 0,9-2,3), was bedeutet, dass meine Nieren kaum noch arbeiten. Der Tierarzt meinte, dass ich ein kleines Wunder bin. Mama war wieder tagelang sehr sehr traurig und ich musste sie immer mal zum lachen bringen. Dann flitze und hüpfe ich wie ein kleines Reh durch die Zimmer und jage Tennisbällchen. Neuerdings fühle ich mich mega stark und falle gerne mal meine Mama Sweety an, die mich dann erst einmal in die Schranken weisen muss. Ich bin ja auch der einzige Katermann im Haus, da muss ich doch mal zeigen, wie groß und stark ich schon bin.

Diese Woche hat Zweibeinermama Urlaub und sie ist sehr aufgeregt und schläft leider über Nacht nicht mehr bei mir im Bettchen im Schlafzimmer. Sie ist ganz viel bei Tante Rahni im anderen Zimmer, die einen großen Bauch hat. Zweibeinermama hat mir erklärt, dass Rahni bald Babys bekommt. Da bin ich schon ein bisschen eifersüchtig, schließlich war ich bis jetzt immer ihre Nummer 1. Aber Zweibeinermama hat mich geküsst und versprochen, dass sie mich immer bis zum Himmel und zurück lieb haben wird, weil ich ihr liebster kleiner Mickey bin, ihr kleines Wunderkind.

Update vom 20.05.2019:

Einen ganz lieben Start in die neue Woche wünscht Euch Mickey. Schon wieder sind 14 Tage vergangen und Zweibeinermama ist zufrieden mit meinem aktuellen Zustand. Ich bin inzwischen mega neugierig und liebe es, im Haus alles zu erkunden. Nachdem ich vor Wochen beim ersten Besuch im Freigehege Angst hatte und mir auch zu kalt war, hat Zweibeinermama mich noch einmal probieren lassen und das Wochenende war so schön im Sonnenschein im Freien. Ich war auch nicht allein, denn Mami und Oma haben auch mit mir frische Luft geschnappt. Das war ein tolles Erlebnis.

Update vom 01.06.2019:

Als ich heute morgen meiner Zweibeinermama entgegenrannte, hielt sie mich erst einmal ganz lange fest auf dem Arm und erklärte mir, dass heute wieder so ein ganz besonderer Tag ist: Heute bin ich 8 Monate alt geworden und damit doppelt so alt, wie ich nur geworden wäre, wenn die Zweibeiner auf die Tierärzte gehört hätten nach den Ergebnissen meines ersten Bluttestes damals mit 4 Monaten. Vielleicht wären meiner Zweibeinermama viel Sorgen, Ängste und Mühe erspart geblieben, aber wir beide hätten nicht so ein tolle Zeit mit so viel gegenseitigen Liebesbeweisen zusammen gehabt und nur das zählt - das Hier und Heute. Ich kuschele mich mit meinem liebsten Blick an Zweibeinermama und würde ihr so gern mit den Worten eines berühmter Dichters mit Namen Johann Wolfgang von Goethe sagen "In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln."

Update vom 16.06.2019:

Meine Zweibeinermama steht schon wieder in Alarmbereitschaft, weil ich die letzten Tage jeden Morgen wie vom Tierarzt prophezeit immer mal ein bisschen Flüssigkeit erbrochen habe. Nun hat sie wieder mega Angst um mich. Bei der Hitze der letzten Tage war ich auch nicht ganz so aktiv und manche Tage will und will einfach kein Appetit kommen. Aber ich bin auch ganz oft in Spiellaune und tobe durchs Haus oder jage und ärgere meine Mami. Die nimmt mir nichts übel und wenn sie mich in einer ruhigen Minute erwischt, werde ich von oben bis unten nassgeputzt. Auch wenn ich am späten Abend meine Infusion bekomme, ist sie immer mit dabei und passt auf, dass die Zweibeiner das auch ordentlich machen und mir nicht weh tun. Sie schaut, dass die Nadel richtig sitzt und putzt mir tröstend übers Köpfchen. Nach Mamis Waschgang sehe ich dann immer komplett zerzaust aus.